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Atlas zur Gleichstellung von Männern und Frauen in der evangelischen Kirche in Deutschland

Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland

Dass die Gleichberechtigung auch in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) nicht in allen Bereichen erreicht ist, belegen die Zahlen des 'Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland' (EKD), dessen Vorabdruck auf der Herbstsynode 2014 der EKD präsentiert und diskutiert wurde, so Stephanie Meins und Thomas Schollas, Beauftragte für Geschlechtergerechtigkeit in der Nordkirche. "Der Männeranteil in der Nordkirche liegt bei Synoden auf Landes- und Bundesebene bei 65 Prozent, der Frauenanteil bei 35 Prozent."

Der Atlas, der zum Internationalen Frauentag am 8. März 2015 erschienen ist, gibt einen schnellen Überblick über die Geschlechterverteilung in 24 kirchlichen Bereichen wie dem Ehrenamt, den Mitarbeitenden in Kirche und Diakonie oder Leitungsämtern- und gremien. Vor allem im Bereich der Leitung sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. So sind beispielsweise in der Landessynode der Nordkirche lediglich 35 Prozent der Mitglieder Frauen. Erarbeitet wurde die rund 60-seitige Broschüre vom Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kooperation mit der Konferenz der Frauen und Gleichstellungsreferate in den Gliedkirchen. Er kann über das Studienzentrum bezogen werden und steht auch als Download zur Verfügung.  weiterlesen ...

 

 

Ergänzungsband zur Gleichstellung im geistlichen Amt

Es war ein langer Weg zur Gleichstellung von Pfarrerinnen in den evangelischen Kirchen. Der Ergänzungsband zeigt nicht nur die rechlichen Wege, sondern dankenswerter Weise auch die persönlichen Geschichten und Gesichert, aber auch die weltweite Perspektive.

Dieser Weg begann mit Martin Luthers Tauftheologie. Jeder getaufte Mensch ist für ein Priester, Bischof, Papst. Die Taufe ist entscheidend, nicht soziale Stellung ode Geschlecht. Gewiss, Martin Luther selbst konnte sich wohl kaum vorstellen, dass Frauen Pfarrerin oder Bischöfin sind. Theologisch aber hat er dafür die Grundlagen gelegt. Und so ist heute geradezu Kennzeichen der Kirchen der Reformation, dass Frauen alle Ämter innehaben. Das gilt im Übrigen nicht nur für die ordinierten Ämter, sondern auch für die nicht-ordninierten. Synoden reformatiorischer Kirchen, die unsere Kirchen leiten, setzen sich selbstverständlich zusammen aus Ordinierten und Laien, Männern und Frauen, Jungen und Alten. Die Taufe ist entscheidend für ihr Amt. Das können wir im Reformationsjubiläumsjahr 2017 in der Tat feiern. weiterlesen...