Ungeplante Schwangerschaften können Frauen in schwierige Konfliktsituationen bringen. Plötzlich gilt es, zwischen dem werdenden Leben, den eigenen Bedürfnissen und der aktuellen Lebenssituation abzuwägen.
Auch in der Kirche wird über dieses Thema bis heute kontrovers diskutiert.
Die Konferenz der Genderreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD hat sich daher mit der Frage beschäftigt, wie Kirche Menschen in Schwangerschaftskonflikten verantwortungsvoll begleiten und unterstützen kann. Die daraus entstandene Broschüre "Schwangerschaftsabbruch – was können wir in der Kirche tun?" fasst zentrale Gedanken und Anregungen dazu kompakt und prägnant zusammen.
Sie regt dazu an, Schwangerschaftskonflikte auf sensible Weise ernst zu nehmen, faktenorientierte Beratung sowie Gespräche anzubieten, eine verlässliche Versorgung in evangelischen Krankenhäusern zu sichern und Familienfreundlichkeit zu fördern. Darüber hinaus gilt es, sich für den Zugang zu kostenfreier Verhütung einzusetzen und eine generelle Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen – wie sie sich etwa in Bewegungen wie dem "Marsch für das Leben" zeigt – kritisch zu hinterfragen.
Die Broschüre richtet sich insbesondere an:
Engagierte in der Gleichstellungsarbeit
kirchenleitende Gremien und Personen
Familienarbeit, Familienbildung
Gemeinden
Diakonie
Einen theologisch-ethischen Diskussionsbeitrag der EKD zur Debatte um § 218 StGB finden Sie online unter: https://www.ekd.de/schwangerschaftsabbruch